Boeing Stearman A75N1 D-ECAL

Boeing Modell 75 Stearman

Der  unter der militärischen Bezeichnung "PT-13" geführte Doppeldecker ist wohl einer der bekanntesten amerikanischen Trainingsflugzeuge der 30er-Jahre. Jeder Pilot der eine P-51 Mustang oder F6F Hellcat fliegen wollte, verdiente seine Schwingen zu aller erst auf der "Stearman". Dieser Primary Trainer (PT) war sehr robust und auch bei den Piloten sehr beliebt. Was die "Stearman" für die amerikanischen Piloten, das war die "Tiger Moth" für die englischen Piloten. Das deutsche Äquivalent ist am ehesten die Bücker Jungmann. 

Haben die Piloten das "primary training" abgeleistet, ging es auf die AT-6 Texan, wobei das AT für "advanced trainer" steht. Hier waren sich die amerikanischen und englischen Piloten in der Trainerfrage einig.

Der Konstrukteur dieses berühmten Flugzeuges war Lloyd Stearman. Das 1934 entworfene Flugzeug trug den Namen X70. Das Flugzeug, ein N-stieliger Doppeldecker ist in Mischbauweise erbaut und zeichnete sich eine sehr hohe Robustheit aus. Das Fahrwerk ist ölgedämpft und verträgt auch härteste Landungen.

In Folge dieser Merkmale wurde die Boeing Typ 75 zum sogenannten „Primary Trainer“ (also Trainingsflugzeug zur Anfängerschulung) des US Army Corps und auch der US Navy. Die offizielle Bezeichnung sodann PT-13 und PT-17, bei der US Navy hiess der Trainer N2S-1 bis N2S-5. Auch in Kanada wurde das Flugzeug zur Schulung eingesetzt und erhielt dort den Beinamen „Kaydet“. In den USA bekam der zumeist bunt lackierte Vogel auch seinen Spitznamen, nämlich „Yellow Peril“ was übersetzt in etwa „Gelbe Gefahr“ heisst.

Die Boeing Typ 75 war der Bestseller des Boeing-Konzerns, über 10.300 Flugzeuge wurden produziert (davon ca. 8.500 flugfertige Exemplare wurden ausgeliefert). In der Nachkriegszeit gab es die ausgemusterten Stearman zu Hauf, die Maschinen wechselten für kleines Geld als sog. „Army Surplus“ den Besitzer und viele Stearman wurden zu Agrarflugzeugen „crop dustern“ umgebaut.  Diese Maschinen wurden oft auf die 450PS-starken Pratt&Whitney Wasp Junior umgerüstet und im Arbeitseinsatz gnadenlos verheizt. Andere Piloten nutzten den genügsamen, starken Trainer für den Airshoweinsatz, so auch zum „wingwalking“.

Es gab bei der Stearman Motorisierungen von Lycoming, Continental und Wright, allesamt um die 220PS stark. Diese Leistung reichte aber für "gentle aerobatics" nur schwerlich aus, Flugfiguren wie Loopings gehen nur mit reichlich Anlauf. Um die performance zu verbessern wurden in das sehr stabile Flugzeug auch Motoren zwischen 320 und 450PS verbaut. Teilweise erhielten die "getunten" Doppeldecker auch noch Querruder am oberen Tragwerk um die Manöverierfähigkeit zu erhöhen. In dieser Konfiguration ist das Flugzeug ein sehr leistungsstarkes und manöverierfähiges Kunstflugzeug.

Stearman D ECAL 43

Zum Verkauf steht hier eine 450PS-Stearman. Das Flugzeug ist in einem traumschönen Zustand. Der leistungsstarke Motor erlaubt entspanntes Fliegen und bietet natürlich auch genügend Reserven für Kunstflug. Die Maschine wurde seinerzeit nicht auf vier Querruder umgebaut, so blieb die Originalität erhalten. Der Doppeldecker wurde 2012 durch MaxAlpha Aviation erworben und bei MeierMotors GmbH revidiert und mit einer deutschen Zulassung versehen. Die Kennung lautet D-ECAL 

Stearman D ECAL 2

Hier die technischen Daten

Typ: Boeing Stearman A75N1
Serial: A-755535
Baujahr: 1943
Gesamtflugzeit: 3075h
Fällige Motorüberholung bei Gesamtzeit: 4200h
Fällige Propellerüberholung bei: 4200h
 
Preis: €115.000,00 + MwST
 
 
 
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